Hier sind die Bilder, die Gundula und ich gemacht haben:
https://www.flickr.com/photos/124557020@N03/sets/72157652008234556/
Hier sind die Bilder, die Gundula und ich gemacht haben:
https://www.flickr.com/photos/124557020@N03/sets/72157652008234556/
Danke für den stimmungsvollen Bericht. Ja, es war eine tolle Veranstaltung.
Lieber Wolfgang,
Dein Bericht ist genial. Danke!
Hier hätte ich noch einen meiner fotografischen Eindrücke:

Liebe Grüße samt ehrenswerter Referenza
Affaltra
Wieder mal ganz super geschrieben! Danke... ![]()
So kann man sich wirklich einen guten Eindruck über das Geschehene machen.
Muss toll gewesen sein.
Ich freue mich, dass wir eine interessierte Abordnung dorthin entsenden konnten.
Es gibt sie tatsächlich, die Brücken aus Stein, die über den Main - und getanzt wird auch darüber, voll der Tanzesfreude und der zu memorierendenTanzschritte, dem jenseitigen Mainufer und Campingplatze zu.
Auf dem diesseitigen Mainufer befindet sich das alt-ehrwürdige Städtchen Miltenberg, gelegen in der nördliche Grenzregion zwischen Bayern (Landesteil Franken) und Baden-Würtemberg, etwa eine Wegstunde südöstlich ich von Frankfurt (gemessen an der Stärke von 90 Pferden), in den Ausläufern der Hügel des Odenwaldes. Wir schreiben das Jahr A.D. MMXV, pardon, ich meinte natürlich 2015.
So mancher Tourist und wohl auch Einheimischer mag sich allerdings gefragt haben, ob das tatsächlich so sei oder ob er wohl nicht einem Zeit-Paradoxon verfallen sei, als er plötzlich auf den malerisch-mittelalterlichen Straßenzügen der Stadt vor dem mittelalterlichen Rathaus aus dem 13. Jhdt. von mittelalterlich und im Renaissance-Stile gekleideten Menschen umringt, sich als der eigentliche Fremdkörper und Eindringling in wohl gar seltsamer Kleidung erkennen musste.
Oyez, Oyez, Oyez - Hört, Hört, Hört!
Der Baron von Knights-Crossing hatte zum Tanzsymposium aufgerufen und die Bürger des Königreiches Drachenwald und der anderen bekannten Welt geladen, um das wohlfeile, zeitgemäße Tanzen auf dem Known World Dance and Music Symposium, kurz KWDS XI zu erlernen, zu verfeinern und in die Welt hinauszutragen. Nun, zeitgemäß, da schreiben wir dann wohl eher das Jahre des Herrn 1503 / Anno Domini Nostri Iesu Christi (AD) MDIII.
Vivant! Vivant! Vivant! - Sie leben hoch, hoch, hoch!!
Unsere eigene heimische Grafschaft Ad Flumen Caerulum (zum blauen Fluss) eilte in Vereinigung mit den tanzwütigen Eulenspielern in einer imposanten Zahl an den Main um diesem Aufruf Folge zu leisten. Geleitet von Court Baron Arnulf und der ehrenwerten Lady Elisabeth Grey (nomine "Julia") brachen wir auf und begaben uns an jenen Platz, an dem der Baron den Hofe zu halten gedachte.
Cave Idus Martias - Hütet Euch vor den Iden des März, dieses missachtend (wir hatten ja auch einen Baron mit uns und keinen Kaiser und dessen Sohn war auch nicht dabei), waren wir am 15. Tage des März am Morgen aufgebrochen und des Abends gar wohl glücklich in den Schlössern, Tavernen und Lagerplätzen der Stadt willkommen geheißen, begrüßt von Countess Judith de Northumbria aus der Baronie, der Maestra des Tanzes, und von Lady Margaret de Mey, der Kastellanin, aus dem Shire Polderslot und wie es sich gehört, wurde von vielen der Eulenspieler am Abend im "Hause des Riesen" gebührend gefeiert, mit vollen Krügen des örtlichen Gebräus und allerlei lukullischer Wohltat, wie geschwärztem Zwergenschnitzel und Suppenfleisch in exotischer Meerretichsoße (nun ja, "Krenfleisch" eben). Propino tibi salutem!
Die danach folgenden Tage belebten unsere Glieder und Sinne, von Sonnenaufgang zum Sonnenuntergang, es wurden eifrigst die Tanz- und Musiketüden der verschiedenen Meister besucht, die Muse umarmte uns, wir küssten sie, und lernten zu jubilieren und zu schweben.
Caroso, Negri, Playford hießen unsere Götter, Judith de Northumbria, Elisabeth Grey, Caitlin de Courcy, Otto von Graz und der en viele mehr hießen unsere Meister. Dazwischen labten wir uns an den Köstlichkeiten der ausgezeichneten höfischen Küche des Königreiches. Wir bewegten uns zu den Klängen von Gaita und deren aequale variabile, der bevorzugten Musici des Königreiches aus der fernen Stadt Edinburgh im Schottenlande. Otto von Graz führte uns Musici in die Welt des Bassa Danza und seiner Geheimnisse und wohlgefälliger Improvisation ein.
Countess Judith unterrichtete einige von uns im Schauspieltanze um am Tage des Königs den Hof durch seinen Stellvertreter mit einigen Maskeraden zu erfreuen, der Mythologie zu Ehren, den Kampf der Amazonen gegen die Marmeduken, die Wahl des Paris und derlei darzustellen.
Die Küchenmeister des Königs erwiesen sich als so eifrig und feurig, dass, wenn sie Dampf ablassen mussten, sogar die Feuerboten mehrmals Laut gaben, und die illustre Gesellschaft das Haus zu verlassen hatte, aber nur, um auf dem Vorplatze weiter der Musik, dem Tanze und dem Tranke zu fröhnen bis man zurückkehren durfte, nicht ohne die verdiente Huld an die Getreuen des Königs zu erweisen, welche sich mit ihrem strahlenden, blitzenden und feurigem Wagen, aufgemacht hatten, in ihren Rüstungen und blanken Helmen dem Feuer einhalt zu gebieten, was ihnen so vorzüglich gelang, dass es nicht der kleinsten Flamme gelang, das Licht der Sonne mit ihrem Rauche zu trüben.
Des Abends vergnügten wir uns auf den Bällen; auf dem Ball zu Ulm, im Tavern Reel, im Caroso-Style Ball, auf dem Grand Masque and Costume Ball und bei der Hofhaltung des Königs von Drachenwald, wohl eigentlich, seiner Vertreter. Dort tanzten wir alle die Tänze die uns gelehrt wurde und noch der vielen mehr: Bizzaria d'Amore, Black Alman, Boateman, Chirintana, Fia Giulemina, Gathering Peascots, Hay Bransle, Villanella, Petit Rose, Pizochara, Queen's Alman, Rufty Dufty.
Die Wohlschau vor dem Hof am Abend vor dem Tage des Herrn, nach dem exzellenten Feast-Mahl, gelang vorzüglich und die deliziösen Darbietungen begannen mit einer gemeinsamen Pavane aus grünweiß gewandeten Ad Flumens und rotgold betuchten KnightCrossings, (ein Augen und Ohrenschmaus sondergleichen), führte in die Masques, die vorzüglich gelangen, drapiert und umrundet mit wohlfeilen Tänzen der Hofgesellscaft.
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Zu schnell vollendet war der Sonne Lauf zum vierten Male, und ehe man sichs versah, herrschte das Gebot des Aufbruchs. So begaben wir uns wieder auf den Weg, gemeinsam mit den Wassern des blauen Bandes, mehr als 500 Jahre weit gen Orient. Die Tanzschuhe verwandelten sich in Flugzeug, Fahrzeug und Bahn, die Tunika zum Hemd und Rocke, die Gaita zu silbrigen Scheiben, die Tanzböden zu Straßen, Autobahnen und Schienen und die Tänze und die Musik ergossen sich in eine Metamorphose wohlfeiler Gedankenströme.
Aber schon bald, seid gewiss, werden wir wieder aufbrechen um einen würdigen Tanz zu beginne, gemäß dem alten Spruche: Saltatio vincit omnia.
Valete et vis vobiscum!
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Die Gefährten:
Dem blauen Band nach Westen folgten: Arnulf, Julia, Brigitte, Christine, Doris, Doris von Graz, Eva, Grete, Gundula, Nina, Andreas, Blake, Florian, Gerald, Josef, Oskar, Wolfgang als auch Jaques de Sion und Gernot.
Herzlichen Dank an alle, dem Verein SCA, der dieses Event gestaltete, an die Organisatoren und tüchtigen Helfer, an die Eulenspieler, die das ganz so speziell gemacht haben und an alle anderen Teilnehmer!
Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Zum_Riesen_(Miltenberg)
http://www.pbm.com/~lindahl/dance.html